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Mittwoch, 4. Juni 2008

The Last Primaries: Exit Polls and Analysis

Update 9:
Das wars für heute Nacht - ein strahlender Barack Obama und eine (noch) unnachgiebige Hillary Clinton. Neues vom demokratischen Nominierungskampf in den kommenden Tagen, bis Ende des Monats läuft Penn Ave noch im Sparmodus, ab 7. Juli gibt es dann wieder tägliche Berichterstattung.

Update 8:

Es ist beeindruckend zu sehen, wie Barack Obama auch nach der hunderttausendsten Wahlkampfrede noch in der Lage ist, eine derart mitreißende Ansprache zu halten. Hillary mag ihre Niederlage noch nicht eingestehen, Barack Obama ist sich seines Sieges aber sehr sicher - und verliert nur gute Worte über seine Konkurrentin.


Update 7:
Solange Obama noch spricht, ein kleiner Einschub: Seit Tagen geistert das sogenannte "Whitey"-Gerücht durch die amerikanische Blogosphäre. Ich wollte es erst nicht bringen, weil es nach einer typischen Schmierkampagne aussieht - aber wenn Foxnews damit auf Sendung geht...
Angeblich soll Michelle Obama auf einer Veranstaltung in der Chicagoer Kirche, die Obama diese Woche verlassen hat, eine Reverend Wright-Style Rede gegen "Whitey" gehalten haben:

"Whitey cut folks off Medicaid,

Whitey let New Orleans drown,
Whitey put us in Iraq for no reason", so das angebliche Zitat.

Wenn es davon - und das wird auf verschiedenen Blogs behauptet - ein Band gibt, wäre das ein potentieller Knockout für Obama. Die National Review hat das Thema erst gehyped, gibt sich jetzt aber skeptisch. Hier ein Video von Foxnews dazu:



Update 6:
Obama gewinnt Montana - damit geht ein weiterer Vorwahlabend unentschieden aus. In wenigen Minuten wird der Senator vor die Mikrofone treten. Wie wird er auf Hillary Clintons überraschend kämpferische Rede reagieren?

Update 5:
"No decisions tonight" - kein Endorsement für Barack Obama, stattdessen will sich Hillary Clinton erst in den kommenden Tagen entscheiden, ob und wenn ja wann sie das Rennen verlässt. In ihrer Dankesrede nach dem wohl zweistelligen Sieg in South Dakota wirkt Clinton kämpferisch wie eh und je. Barack Obama wird sich in Kürze zu Wort melden.

Update 4:
Clinton gewinnt South Dakota - Foxnews wagt als erster die Prognose. Laut NBC will Clinton sich in den kommenden Tagen mit Barack Obama treffen - more fuel for dreamticket rumors.

Update 3:
Auf der Basis der Exit Poll Daten aus South Dakota wagen die Networks die entscheidende Prognose: Barack Obama wird genügend Delegierte gewinnen, um die demokratische Nominierung zu gewinnen.

Update 2:
Laut Drudge Report w
ird John McCain heute abend vor die Mikrofone treten, um die General Election gegen Barack Obama einzuläuten. Wie Drudge berichtet will sich McCain um unzufriedene Clinton-Anhänger bemühen und außenpolitische Themen in den Mittelpunkt stellen.

Update 1:

Gerade einmal 12 Delegierte fehlen Obama bis zur magischen Zahl 2118, der absoluten Mehrheit auf der National Convention. Diese Hürde könnte er heute noch nehmen. Was wird Hillary machen? Sie sei offen für den Job als Vizepräsidentin, ließ sie heute verlauten. Kurz zuvor hatte ihr Campaign Chairman Terry McAuliffe noch Durchhalteparolen ausgegeben - we'll see.

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Es sind die letzten beiden Vorwahlstaaten, die heute Nacht möglicherweise die Nominierung Barack Obamas zum ersten schwarzen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten besiegeln werden. CNN veröffentlicht bereits ein paar erste Eixt Poll Zahlen aus South Dakota:

Issues:
1) Economy
2) War in Iraq

Wähler, für die die Wirtschaft das wichtigste Thema war, wählten überwiegend Clinton, Wähler, die den Irakkrieg für das Problem Nummer Eins hielten, stimmten mit mehr als 20% Abstand für Obama. Auch ansonsten scheint sich das alte Lager-Spiel der vergangenen Wahlen zu wiederholen: Clinton gewinnt weiße Wähler ohne Hochschulabschluss mit über 60%, Wähler mit College Degree wählen mehrheitlich Obama.

Dieses Posting wird im Laufe der Nacht ständig aktualisiert.

Mittwoch, 21. Mai 2008

Obama Wins Oregon


CNN wagt die Prognose: Barack Obama setzt sich erwartungsgemäß in Oregon durch. Interessant ist jetzt noch der Vorsprung, den er am Ende der Nacht vor Clinton haben wird. Der wird nicht zuletzt darüber entscheiden, wie die Medien in den USA in den nächsten Tagen über die heutige Wahlnacht berichten werden. Mit diesem Sieg ist der Senator aus Illinois seinem Ziel, die demokratische Nominierung zu sichern, aber zweifellos einen großen Schritt näher gekommen.

Hillary Wins Kentucky


Um die 30% könnte der Vorsprung für Hillary Clinton am Ende des Abends betragen, lassen die Networks unmittelbar nach Schließung der Wahllokale in Kentucky verlauten. Nach West Virginia ein weiterer beeindruckender Sieg für die Senatorin, der die ein oder andere Frage bezüglich der Wählbarkeit Barack Obamas aufwerfen dürfte. der muss jetzt auf ein gutes Ergebnis in Oregon hoffen, um eine allzu negative Medienberichterstattung in den nächsten Tagen zu verhindern. In ihrer Rede meint Hillary, sie werde den demokratischen Kandidaten in der General Election unterstützen - "whoever she may be".

Exit Polls and Analysis

Update 5:
Obama scheint in Oregon erwartungsgemäß zu führen, keines der Networks wagt zu diesem Zeitpunkt jedoch eine Prognose. In Oregon wird per Brief gewählt, so dass keine direkten Wahllokalsbefragungen durchgeführt werden können. Die veröffentlichten Telefon-Exit Polls deuten aber auf einen Sieg Obamas hin.

Update 4:
Kurz nach der Meldung über seinen Sieg bei den gewählten Delegierten tritt Barack Obama in Iowa, dem Staat in dem er seinen ersten Vorwahlsieg erzielen konnte, vor die Mikrofone und verkündet die frohe Botschaft. Danach gibt es ein paar freundliche Worte für Hillary und einen Appell an die Einheit der Partei. Der Rest der Rede hat mit den Primaries nichts mehr zu tun. Für Obama hat bereits die General Election begonnen - entsprechend scharf seine Attacken gegen John McCain.

Update 3:

Laut einer email seiner Wahlkampagne
nimmt Barack Obama in diesem Moment eine wichtige Hürde: Er hat nunmehr die absolute Mehrheit der wählbaren Delegierten hinter sich vereint. Das Clinton Camp wird dieser Meldung nicht zustimmen, denn die Rechnung geht nur auf, wenn die Delegationen von Michigan und Florida nicht anerkannt werden.

Update 2:

Zwei weitere interessante Exit Poll Zahlen aus Kentucky: 45% der Wähler sagen John Edwards' Endorsement für Barack Obama habe eine wichtige Role für ihre Wahlentscheidung gespielt. Von den weiblichen Wählern des Staates stimmen 73% für Clinton.

Update 1:
Nachdem es letzte Woche aus Kreisen des Obama-Camps geheißen hatte, der Kandidat wolle sich heute Nacht selbst zum Sieger des Vorwahlkampfs erklären, hatte es in den vergangenen Tagen einige gegenteilige Berichte gegeben. Joe Scarborough berichtet gerade auf NBC, dass Obama heute definitiv noch keine Siegesrede plant. Und das obwohl er mit einem Sieg in Oregon wohl die 50%-Marke bei den Pledged Delegates erreichen wird - vorausgesetzt man rechnet Florida und Michigan nicht mit.

CNN berichtet die mittlerweile gewohnt schlechten Nachrichten für Barack Obama: Gerade einmal ein Drittel der Hillary-Wähler in Kentucky würden im November auch für den Senator aus Illinois stimmen. Im umgekehrten Fall wären es 71% der Obama-Anhänger, die Clinton ihre Stimme geben würden.

Derweil veröffentlicht auch AP ein paar erste Zahlen und die lassen keine großen Überraschungen erwarten. Auffällig ist vor allem ein Trend: Die Wählerschaft in Kentucky zählt zu den konservativsten aus allen bisherigen demokratischen Primaries. Gerade einmal 30% der Wähler dort beschreiben sich selbst als "liberal". Das genaue Gegenteil gilt für Oregon. Mit rund 60% selbsterklärten "liberals" geht dort eine der progressivsten Wählerschaften dieser Primary Saison an die Urnen.

Dienstag, 20. Mai 2008

The Next Round

Im Grunde scheint bereits alles entschieden zu sein, nur noch hartnäckige Optimisten im Hillary-Lager hoffen weiter auf einen Sieg ihrer Kandidatin. Entsprechend berechtigt ist die Frage, worum es bei den beiden Vorwahlen heute Abend überhaupt noch geht. Die letzten Umfragen sprechen eine deutliche Sprache: Clinton führt in Kentucky mit mehr als 20%, dafür hat Obama gute Chancen auf ein zweistelliges Ergebnis in Oregon. Ein Sieg dort könnte die Dynamik des Rennens vielleicht noch einmal zu Gunsten der Senatorin aus New York drehen, scheint heute aber unwahrscheinlicher denn je.

Nichtsdestotrotz: Auch diese Nacht wieder live blogging auf Penn Ave mit News, Analysen und natürlich den ersten Exit Poll Zahlen, sobald ich etwas in Erfahrung bringen kann.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Hillary Wins


Hillary Clinton erzielt einen Erdrutschsieg in West Virginia. Nach Auszählung aller Wahlbezirke deklassiert sie Barack Obama mit 67 zu 26 Prozent. Mehr als 40 Prozentpunkte Vorsprung - viel klarer kann ein Sieg nicht ausfallen.

In ihrer Rede hat Hillary ein paar freundliche Worte für Barack übrig, macht aber eindeutig klar: Ich bleibe im Rennen, bis zum bitteren Ende. Kern ihrer Siegesrede ist eine direkte Ansprache an die Super Delegates: "Choose who you believe will be the strongest candidate in the race" - und die stärkste Kandidatin für die General Election, daran lässt sie keinen Zweifel, heißt Hillary Clinton.

Eine Befürchtung, die viele Demokraten vor Hillarys Auftritt geäußert hatten, bewahrheitet sich derweil nicht: Clinton schießt sich nicht auf Obama ein, sondern beschränkt sich vielmehr darauf, ihre eigenen Stärken hervorzuheben. Ein perfekter Sales Pitch nach einem beeindruckenden Sieg - was das zu diesem Zeitpunkt noch zu bedeuten hat ist aber mehr als fraglich. Clintons Aussichten, die Nominierung der Demokraten zu erhalten, sind auch nach der heutigen Nacht eher gering, wenn auch nicht ganz so unmöglich, wie manche Kommentare es darstellen. Was also muss geschehen, um Hillarys Chancen am Leben zu erhalten?

Zunächst einmal muss das Clinton Camp seinen Kantersieg in West Virginia in der nächsten Woche in Kentucky wiederholen und dann am 1. Juni ein starkes Ergebnis in Puerto Rico einfahren, um Obama so noch im Popular Vote überholen zu können. Der wohl wichtigste Termin der verbleibenden Vorwahlsaison dürfte jedoch der 31. Mai sein. Dann nämlich fällt im Rules and Bylaws Committee der demokratischen Partei die vorläufige Entscheidung, was mit den Delegationen und Wählerstimmen aus Michigan und Florida geschieht. Ob es Bill und Hillary gelingen wird, ihre Position in diesem Gremium durchzuboxen, könnte ein wichtiges Signal für die Durchsetzungskraft der Clintons gegenüber den verbliebenen Super Delegates sein. Letztlich wird die Senatorin aber wohl mehr als das benötigen, um dem Rennen eine neue Dynamik zu geben: Sie müsste mindestens eine der drei verbliebenen Obama-Bastionen Oregon, South Dakota oder Montana gewinnen - und darüber hinaus auf einen größeren Fehltritt des Obama-Lagers hoffen.

Dienstag, 13. Mai 2008

Exit Polls West Virginia

Update 3:
Für Hillary Clinton stimmten:
71% der Frauen,
69% der Weissen,
65% der älteren Wähler.

Update 2:

Obama tritt mehr als eine Stunde vor Schließung der Wahllokale vor die Mikrofone - und hält eine klassische General Election-Rede. Ein weiteres Indiz für einen hohen Clinton-Sieg, bisher habe ich aber noch keine zuverlässigen Zahlen über das Wahlergebnis. Noch eine schlechte Nachricht für Barack: Nur 36% der Clinton-Wähler würden im Herbst auch für Obama stimmen.

Update 1:

Ein paar weitere Daten:
Hillary soll im Rennen bleiben: 78% ja, 17% nein
Stärker in der General Election: 61% Clinton, 29% Obama.
Kandidat teilt meine Werte: 70% Clinton, 45% Obama.
Vertrauenswürdig: 63% Clinton, 47% Obama.
Der bessere Commander in Chief: 68% Clinton, 29% Obama.

Ein paar Zahlen von AP gibt es hier.

Die ersten Zahlen deuten auf einen erwartbar hohen Sieg für Hillary hin. Markant vor allem: über 50% der Wähler sagen, Barack Obama teile die Wertvorstellungen seines früheren Reverend Jeremiah Wright.

Dieses Posting wird die ganze Nacht über aktualisiert.

Will Tonight Change Anything?

Prediction Time - und diesmal geht es nicht um Sieg oder Niederlage, sondern nur noch um die Höhe des erwartbaren Clinton-Sieges heute Nacht. Der Vorsprung der Senatorin bei der heutigen Vorwahl in West Virginia könnte nämlich die Entscheidung in der Frage bringen, ob Hillary es noch schaffen kann, Obama beim Popular Vote zu überholen - was auch immer das bedeuten würde. Zwischen 20 und 40 Prozent sehen die letzten Umfragen die Senatorin aus New York in Führung. Vier Szenarien für heute Nacht:

1) Hillary Wins Big - and Drops Out
Der Wunschtraum aller Obama-Anhänger und der Kumbaya-Fraktion der demokratischen Partei: Hillary Clinton ist sich der Aussichtslosigkeit ihrer Kandidatur bewusst, will aber nicht mit dem Makel einer erdrutschartigen Niederlage in North Carolina abtreten. Die Kandidatin wartet also nur noch auf einen geeigneten Zeitpunkt, um als Siegerin großmütig das Feld zu räumen. Dieser Zeitpunkt ist heute Nacht, nach einem Sieg im Mountain State.
Penn Ave Prognose: No Way!

2) Hillary Wins Big - and Claims Game Changer
"No Democrat can win without West Virginia" lautet der Slogan, den das Clinton Camp seit Tagen ausgibt. Einiges spricht also dafür, dass Hillary versuchen wird, einen Kantersieg in West Virginia als nächste Episode in der nicht enden wollenden Serie "Comeback Kid Clinton" zu verkaufen.
Penn Ave Prognose: Most likely!

3) It's a Squeaker
Wobei Squeaker in diesem Fall jedes einstellige Ergebnis bezeichnet. Was passiert, wenn Hillary zwar gewinnt, aber gleichzeitig "underperformed"?
Penn Ave Prognose: Unlikely - If so: Clinton Drops Out on May 20, after Kentucky and Oregon

4) Obama Wins
In diesem Fall wären wohl selbst eingefleischte Clinton-Fans mit ihrem Latein am Ende. Die Kampagne der Senatorin hätte dann noch genau eine Aufgabe: Die Suche nach einer halbwegs ehrenvollen Exit Strategie.
Penn Ave Prognose: Not Gonna Happen!

Bill Maher sagte kürzlich auf HBO: "If you're wrong all the time, you have got to stop making predictions." Wie der geneigte Leser sieht, habe ich mir den guten Rat nicht zu Herzen genommen.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Clinton Wins Indiana



CNN und NBC zögern noch, CBS wagt sich aus der Deckung und verkündet: Hillary Clinton gewinnt Indiana. Ein wichtiger Sieg, der es Hillary erlauben könnte weiterzumachen - trotz einer unerwartet hohen Niederlage in Nort Carolina.

Dennoch erleben wir heute alles in allem keine gute Nacht für die Senatorin aus New York, die sich gestern noch Hoffnungen gemacht hatte, mit einem Doppelsieg die Dynamik des Rennens grundlegend zu verändern. Jetzt richtet sich der bange Blick der Clinton Anhänger auf die noch unentschlossenen Super Delegates - bleiben sie bei ihrer abwartenden Haltung, oder ist in den nächsten Tagen mit einer größeren Bewegung in Richtung Obama zu rechnen?

Obama Wins North Carolina



Obama gewinnt die Vorwahl in North Carolina. NBC wagt die Prognose rein auf Basis der Exit Poll Daten - offenbar ein klarer Sieg für den Senator aus Illinois.

Dienstag, 6. Mai 2008

Exit Polls

Update 3: Wirkt sich die Kontroverse um Obamas Ex-Pastor Jeremiah Wright auf die heutige Wahl aus? Laut Exit Polls ja: knapp 50% der Wähler in beiden Staaten sagen, Wright habe für ihre Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt.

Update 2: Andere Exit Polls sagen ein deutlich stärkeres Abschneiden Barack Obamas voraus:
Indiana: Obama: 50,5% Clinton 49,5%
North Carolina: Obama: 60% Clinton 38%

Update 1: Laut HP liegt Clinton in Indiana mit rund 5 Punkten vorne - sollten diese Wahltagsbefragungen wie gewohnt Obamas Endergebnis überbewerten, so spräche das für einen deutlichen Clinton-Sieg im Hoosier State.

Die ersten Ergebnisse aus den heutigen Vorwahlstaaten machen die Runde und zumindest in North Carolina könnte Obama demnach einen guten Abend haben. Laut Huffington Post liegt er nach aktuellem Stand mit rund 12 Punkten vorne. Zieht man die sieben Prozentpunkte ab, um die Obama in den Exit Polls der vergangenen Vorwahlen regelmäßig überschätzt wurde, so wäre das immer noch ein respektabler Sieg. Auch der Drudge Report spricht von einem "easy win" für Obama.

Ergebnisse und Analysen zu den Vorwahlen in Indiana und North Carolina werden auf diesem Posting die ganze Nacht hindurch aktualisiert.

Mittwoch, 23. April 2008

Hillary Wins


NBCNews wagt sich als erster aus der Deckung und prognostiziert einen Sieg Hillary Clintons. Offenbar ist das Primary für die Kandidatin eine doch recht deutliche Angelegenheit - der Sender stellt die Prognose auf der Grundlage von nur 3% der ausgezählten Stimmen. Jetzt wird entscheidend sein, wie hoch der Sieg der Senatorin ausfallen wird.

Update1: ABCNews und Foxnews ziehen nach und erklären Hillary zur Siegerin. CNN hält sich noch zurück - SPON spricht immer noch von einem dramatischen Kopf-an-Kopf-Rennen.

Update2: Als letzte der Big Five ziehen CNN und CBSNews nach und erklären die Senatorin aus New York zur Siegerin - es riecht nach einem guten Abend für Hillary Clinton.

Update3: "The American people don't quit and they deserve a President who doesn't quit!" - Clinton wird fürs erste weitermachen und bittet in ihrer Siegesrede um Spenden. Eine halbe Million Dollar hat ihre Kampagne heute Nacht über das Internet eingenommen. Das Geld benötigt sie dringend. Die nächsten Vorwahlen sind in nur 2 Wochen und im Moment befindet sich Hillarys Wahlkampf in den roten Zahlen während die Konkurrenz mit immer neuen Rekordbudgets haushalten kann.

Some Bad Exit Data for Barack

Wie setzte sich die Wählerschaft in Pennsylvania heute zusammen? Laut CNN folgendermaßen:

Race
Whites: 80%

Gender
Women: 58%
Men: 42%

Age
Under 30: 12% (O: 62 - C: 38)
30-60: 55%
Over 60: 33% (C: 60 - O: 39)

Income:
less than $50,000: 50%
$50,000-$100,000: 25%
more than 100,000: 25%

College-Education:
Yes: 45%
No: 55%

Senioren, blue collar voters, Weisse und vor allem Frauen stellen also die größten Wählergruppen - alles klassische Clinton-Bastionen

Dienstag, 22. April 2008

Exit Polls: Erste Zahlen aus Pennsylvania

Die ersten Exit Poll Resultate machen die Runde und danach führt Hillary mit 52-48. Exit Polls haben sich aber ein ums andere Mal als unzuverlässig erwiesen, die Fehlerquote lag hier bei den vergangenen Vorwahlen meist deutlich höher als man es etwa von den Wahltagsbefragungen bei Bundestagswahlen in Deutschland gewohnt ist.

Generell tendierten diese vor den Wahllokalen durchgeführten Umfragen bisher dazu, Barack Obamas Abschneiden zu überschätzen - nicht zuletzt auf Grund der größeren Motivation der Obama-Anhänger, die den Demoskopen am Wahltag offenbar weitaus bereitwilliger Auskunft geben, als Clintons Anhängerschaft.

Eine Zahl, die Hillary Mut machen dürfte: In der Gruppe der "Late Decider", also bei den Wählern, die sich erst in der letzten Woche entschieden haben, führt sie laut CNN mit 16% vor Barack.

Und noch wichtiger: Die schwierige Wirtschaftssituation wird von einer klaren Mehrheit als das wichtigste Thema der Wahl genannt. Unter den Wirtschaftswählern führt Hillary laut CNN mit 13% vor Barack.

Noch deutlicher ist Clintons Vorsprung bei der Gruppe der Senioren. Hier gewinnt sie mit 61%. Ähnlich deutlich sieht es bei regelmäßigen Kirchgängern und bei Waffenbesitzern aus (rund 40% der Wähler).

Foxnews
hat eine beruhigende und eine besorgniserregende Nachricht für Obama. Wähler mit College-Abschluss, traditionell eine Obama-Bastion, wählen diesmal mehrheitlich Clinton. Dafür schneidet der Senator in den urbanen Gegenden erwartungsgemäß gut ab.

Mehr in Kürze

Mittwoch, 12. März 2008

Zurück auf Start

Zwei Siege in Wyoming und Mississippi erhöhen Barack Obamas Vorsprung bei den gewählten Delegierten auf 158. Die Exit Polls werden vielen Demokraten derweil graue Haare bereiten. Obama gewinnt rund 90% der schwarzen Wähler, Clinton mehr als 70% der weissen. Ein Schlaglicht auf die Lage der demoratischen Partei, deren Anhängerschaft fast genau entlang der Mitte geteilt ist. Nachdem der Senator aus Illinois in einer Reihe von Staaten - allen voran Wisconsin - in Clintons Stammwählerschaft einbrechen konnte, hatte es für einen Moment so ausgesehen, als wäre die Spaltung der Partei überwunden. Jetzt heisst es also wieder zurück auf Start: Obama gewinnt Schwarze, Wohlhabende, Junge und Männer; Clinton gewinnt Latinos, Downscale Whites, Senioren und Frauen. Kein Ende in Sicht - hier der aktuelle Stand im demokratischen Rennen nach den letzten Vorwahlen:

(Zahlen von RealClearPolitics.com)

Obama gewinnt Mississippi

Offenbar eine klare Angelegenheit für den Senator aus Illinois - Foxnews prescht als erster Sender vor, die anderen Networks sprechen unmittelbar nach Schließung der Wahllokale nur von einer deutlichen Führung - dort wartet man noch auf erste Auszählungsergebnisse, bevor ein offizieller Gewinner verkündet wird. Ein erwarteter und ein notwendiger Sieg für Obama, der damit dem Auftrieb, den das Clinton Camp nach dem 4. März verspürt hat, ein paar eigene Erfolgsmeldungen entgegensetzen kann.

Update - Engültiges Wahlergebnis: Obama 61%, Clinton 37%

Samstag, 8. März 2008

Obama leads in Wyoming

Obama wird die Caucuses in Wyoming wohl erwartungsgemäß für sich entscheiden. Nach Auszählung von rund 80% der Stimmen führt er mit knapp 20%. Kein großer Sieg im Kampf um Wyomings 12 Wahlmänner, aber wenigstens eine positive Schlagzeile nach den Niederlagen vom 4. März.

Bei den kommenden Wettkämpfen wird es für beide Seiten vor allem darum gehen, den jeweiligen Gegner in einem seiner Must-Win Staaten zu schlagen. Ein Clinton-Sieg in Mississippi am Dienstag, oder ein Obama-Sieg in Pennsylvania am 22. April wären wichtige Talking Points im Wettkampf um die Gunst der Super Delegates. Auch viele der Parteioberen hoffen wohl auf einen Knockout eines der Kandidaten in den kommenden Wahlen. Sollten sowohl Clinton, als auch Obama bis zur letzten Vorwahl im Juni all ihre Pflichtstaaten gewinnen, stünde die Partei vor einer Zerreißprobe auf einer Brokered Convention.

Dienstag, 4. März 2008

Primary Live Blog



Update 16:
"John McCain and Hillary Clinton have echoed each other" - starker Tobak von Barack. Sein Problem: Man kann nur eine bestimmte Zeit lang als "der Neue" Wahlen gewinnen - mittlerweile klingen selbst seine grandios gehaltenen Reden altbekannt. Aber trotz allem: Barack Obama führt nach wie vor beinahe uneinholbar was die gewählten Delegierten anbelangt. Hillary Clinton muss darauf hoffen, dass die Super Delegates entgegen dem Popular Vote auf ihre Seite wechseln. Still an Uphill Battle for the New York Senator.

It's 6am - that's it for tonight. Morgen die ausführliche Analyse der Wahlnacht, dann mit den endgültigen Ergebnissen aus Texas.

Update 15:
Clinton macht klar: Sie bleibt im Rennen, auf jeden Fall bis zur Vorwahl in Pennsylvania. Und sie gibt den Ton an für die kommenden Auseinandersetzungen mit ihrem Kontrahenten: "When there is a crisis and that phone rings at 3am, there's no time for speeches" - wir können uns auf eine harte Schlacht zwischen ihr und dem Senator aus Illinois einstellen.

Update 14:

Clinton gewinnt Ohio - damit dürfte die Frage, ob sie im Rennen bleibt, beantwortet sein. Die Zahlen in Texas sind nach wie vor extrem knapp, aber ganz gleich, wer am Ende im Lone Star State die Nase vorn haben wird - diese Primary Season geht aller Voraussicht nach weiter. Der nächste große Showdown: Pennsylvania am 22. April.

Update 13:
Ron Paul gewinnt Primary - für seinen Abgeordneten-Sitz im US-Kongress.

Update 12:
Nach der verzweifelten Anti-McCain Kampagne vor dem Super Tuesday, jetzt ein weiteres Indiz für die Ohnmacht der konservativen Talk-Radio Hosts: Rush Limbaughs Aufruf an republikanische Wähler in Texas für Hillary Clinton zu stimmen verpuffte vollends. Zwar war fast jeder zehnte Wähler im demokratischen Primary ein Republikaner - die wählten aber mehrheitlich Obama: 53-46.

Update 11:
McCain: "I am the Nominee"
Wenn man McCain ohne Script erlebt hat, wenn man an seine Auftritte in Townhall-Meetings in New Hampshire zu Beginn des Wahlkampfs zurückdenkt, dann staunt man jedesmal, wie wenig eloquent er in solchen Thank-You Speeches wirkt. Seit South Carolina plagt er sich mit Telepromptern herum, noch in New Hampshire war er der einzige Kandidat, der seine Rede vom Blatt ablas - wenn schon nicht so inspirierend wie die Reden Barack Obamas, so doch in jedem Fall authentisch. Inhaltlich erleben wir gerade die Ansprache eines frisch gekürten Kandidaten - staatsmännisch und den Blick auf die General Election gerichtet.

Update 10:
Hillary wins Rhode Island - ABC and NBC Projections.

Die Exit Polls sagten ein knappes Rennen voraus, letztlich scheint es dann doch eine recht klare Sache gewesen zu sein. Auf der Basis von nur 8% aller Stimmbezirke erklären ABC und NBC Hillary Clinton zur Siegerin in Rhode Island.


Update 9:
Huckabee Drops Out - mit einer netten Baseball Metapher: "Caught running to the second base."

Update 8: 1191
He did it - McCain nimmt die Hürde für eine Mehrheit auf der National Convention. Morgen, so munkelt man, wird er das offizielle Endorsement von George W. Bush bekommen - die Demokraten werden dagegen keine Einwände haben. Seit Wochen versuchen Obama und Clinton, eine mögliche McCain-Präsidentschaft als "Bush's Third Term" hinzustellen.

Update 7:
Alle Wahllokale geschlossen - McCain gewinnt Texas und Rhode Island.
Sowohl Ohio, als auch Texas nach wie vor "too close too call" bei den Demokraten. Muss Hillary beide Staaten gewinnen, oder reicht ihr ein Sieg, um im Rennen zu bleiben? The Spin Game is on...

Update 6:
McCain gewinnt Ohio - Obama und Clinton Kopf an Kopf.
Ein Deja-Vu aus dem Jahr 2004: mehrere Bezirke in Ohio melden Probleme mit dem Wählerandrang - die Wahllokale sind dort länger geöffnet.

Update 5:
Obama gewinnt Vermont.
McCain gewinnt Vermont.
Zwei erwartete Ergebnisse, und offenbar zwei klare Siege - die TV-Networks wagen eine Prognose allein auf der Basis der Exit Polls. In einer halben Stunde schließen die Wahllokale in Ohio. Nach den bisher bekannten Zahlen, dürfte uns dort ein langer Abend bevorstehen. Im Clinton Camp scheint man derweil optimistisch zu sein. Die Exit Polls der vergangenen Vorwahlrunden hatten Barack Obama zumeist überschätzt.

Update 4:
Erste Zahlen, die auf einer Reihe amerikanischer Blogs kursieren, sagen einen klaren Obama-Sieg in Vermont vorher (erwartet) und extrem knappe Ergebnisse in Ohio (Obama+2), Texas (Obama +1) und Rhode Island (tie). Siehe z.B. hier.

Update 3:

Ein paar Zahlen von Drudge:
Best to beat the GOP:
Ohio — Obama 52, Clinton 44
Texas — Obama 52, Clinton 41
Offers clear and detailed plans:

Ohio — Clinton 67, Obama 57
Texas — Clinton 66, Obama 52
Inspires you about the future?

Ohio — Obama 67, Clinton 57
Texas — Obama 64, Clinton 57

Obamas Leute reden im Moment viel darüber, wie wichtig die Frage ist, welcher Kandidat am Ende des Tages die meisten Delegierten hat. Dass das Obama sein wird, ist jetzt natürlich schon klar - it's the expectation game, stupid! Ein Hinweis darauf, dass das Popular Vote von den Obama-Leuten nicht so gut eingeschätzt wird? Die Gerüchte-Weblogs, auf denen den ganzen Tag über schon Exit Poll Zahlen kursieren, sagen relativ knappe Rennen in beiden großen Staaten vorher.

Update 2:
"Eighty three percent of blacks voted for Obama, while 16 percent supported Clinton, according to the exit poll. Meanwhile, 64 percent of Hispanics backed Clinton, while 32 percent went for Obama," berichtet CNN über die Wahl in Texas.

Update 1:
Ein paar Sachen, auf die zu achten ist, wenn die ersten Exit Polls herauskommen:
1) Republicans Voting in Dem Primary
Rush Limbaugh hat in den letzten Tagen und Stunden vor der Wahl Republikanische Wähler dazu aufgerufen, für Hillary zu stimmen, um das Rennen auf demokratischer Seite offen zu halten. In drei der vier Staaten heute nacht dürfen Independents und Republicans mitstimmen.
2) Women Vote
Jeder weiss es mittlerweile, aber es sei trotzdem noch einmal erwähnt: Je größer der Anteil der weiblichen Wähler, desto besser sind Clintons Chancen.
3) Blacks and youths
Je größer der Erstwähleranteil und der Anteil schwarzer Wähler, desto besser für Barack.
4) Hispanic Vote
Traditionell eine Clinton-Bastion. Gelingt es Hillary ihre lateinamerikanische Basis zu mobilisieren?

Rumor has it...
... dass Hillary Clinton heute seit langem einmal wieder eine gute Nacht haben könnte. Ohio und Texas sind die beiden Hauptgewinne des heutigen Junior Super Tuesday. Um 1Uhr mitteleuropäischer Zeit schließen die ersten Wahllokale in Vermont, gefolgt von Ohio um 1:30 und Texas und Rhode Island um 3 Uhr.

Dieses Posting wird bis morgen früh laufend aktualisiert - the most recent info's at the top.

Decision Day

Die ersten Wahllokale haben geöffnet am möglicherweise entscheidenden Wahltag dieser Primary-Season - ein Überblick über die letzten Umfragen und das, worauf es heute sonst noch zu achten gilt.

1) Momentum
Obama geht mit einer 11-0 Siegesserie in die heutige Vorwahlrunde - eigentlich ein klarer Fall. Aber: die letzten Umfragen und Tracking Polls von gestern Nacht und heute Morgen zeigen eine deutliche Bewegung in Clintons Richtung - vor allem in Ohio. Die Überblicksgrafik über die Umfragewerte der beiden Kandidaten vor der heutigen Wahl:

(Zahlen von RealClearPolitics.com)

2) Das Wetter
Die Meteorologen in den USA sagen besonders winterliche Verhältnisse in Teilen Ohios voraus, die als Obama-Bastionen gelten. Ein Vorteil für Clinton? Dagegen spricht, das Obamas Wählerschaft in den vergangenen Abstimmungen jünger und motivierter war, als Hillarys.

3) Die Medien
Der Ton der amerikanischen Medien hat sich in den vergangenen Tagen recht deutlich zu Ungunsten Barack Obamas gewandelt. Wurden Hillarys Medien-Vorwürfe zunächst von allen Seiten als Verzweiflungsakt belächelt, so scheinen sie letztlich doch Wirkung gezeigt zu haben.

4) Die Themen der letzten Stunde
Das ist denke ich der größte Hoffnungsanker der Clinton-Anhänger. Nach dem man in allen bisherigen Vorwahlen am positiven Auftreten Obamas zu verzweifeln schien, ist es der Spin-Abteilung der Clintons dieses Mal gelungen, kurz vor der Wahl für Obama unvorteilhafte Themen in den Mittlepunkt zu rücken. Obamas Sorgenkinder, die die Berichterstattung der letzten Stunden vor der Wahl dominiert haben:
- Tony Rezko: Der Immobilienmogul und Obama-Förderer muss sich seit gestern wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht verantworten. Ein denkbar schlechtes Timing für den Senator aus Illinois - hier nochmal meine bisherigen Artikel zu Obamas Rezko-Connection.
- NAFTA: Ein Memo der kanadischen Regierung spricht davon, Obamas Wahlkampfstrategen hätten den Kanadiern versichert, die harten Worte des Kandidaten gegen das Handelsabkommen seien nur Wahlkampftaktik und kein Grund zur Sorge. Für Kanada, Mexiko und mich ein Grund, Obama zu wählen, schreckt diese Botschaft viele Wähler in Ohio ab. Es geht dabei natürlich nicht nur um NAFTA, sondern in erster Linie um Obamas Glaubwürdigkeit.
- Commander in Chief: Ein extrem effektiver Clinton-Werbespot, zumindest was die Aufmerksamkeit der Medien anbelangt. Obamas Reaktion in Form eines eigenen Commander-in-Chief-Ads folgte in Rekordgeschwindigkeit. Die Frage, wer der erfahrenere Kandidat ist, nützt aber ganz klar Hillary.

Alles andere als ein perfekter Wahlkampfabschluss für das vom Erfolg verwöhnte Obama-Team. Die Clintons haben wieder einmal gezeigt, dass sie unter Druck am gefährlichsten sind. Ihr Aufbäumen kommt spät - ob zu spät, zeigt sich heute Nacht. Sollten die Wähler in Texas, Ohio, Vermont und Rhode Island keine klare Entscheidung treffen, droht den Demokraten eine monatelange Schlammschlacht ihrer beiden Zugpferde.

Mittwoch, 20. Februar 2008

The Race at a Glance

Nach der letzten Vorwahlrunde hier der neue Überblick über den Stand der Dinge bei Dems und Reps. Obama kann seinen Vorsprung bei den gewählten Delegierten ausbauen, zusammen mit Romneys Delegierten hat McCain jetzt die magische Grenze von 1191 Stimmen auf der National Convention überschritten.

Zum Vergrößern anklicken

Alle Zahlen von RealClearPolitics.com